Mit der „Eingehtour“ im Bayerischen Wald haben die Bergfreunde Frauenbiburg am vergangenen Sonntag die diesjährige Bergsaison gestartet. Trotz der widrigen Wettervorhersagen fanden sich 18 Bergbegeisterte, die sich der von Markus Ettengruber vorbereiteten Tour anschlossen.
Ziel der Wanderung war der 1.080 Meter hohe Mühlriegel, der Hausberg des Ortes Arnbruck im Zellertal. Erstmals wurde die Wandergruppe von einem Original des Bayerwaldes – dem Wanderer–Sepp –, dessen Name in weiten Teilen des Bayer-waldes und darüber hinaus ein Begriff ist, begleitet. Vom Wanderparklatz Arnbruck – Höbing, dem Wohnort dieses Bayerwaldoriginals, startete die Wandergruppe bei sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen die Bergtour. Schon zu Beginn der Wanderung klärte der wander- und naturerfahrene Begleiter die Bergfreunde über die Besonderheiten des Weges und die Sehenswürdigkeiten in der Natur auf. Gemächlich ging es über den „Säumerweg“ hinauf zum Weiler Eck, der am Fuße des Kaitersbergmassivs liegt, wie der Wanderführer erklärte. Nach der Überquerung der Staatsstraße, die von Arnbruck vorbei am Weiler Eck nach Arrach führt, konnten die Frauenbiburger Wanderer die neuste Errungenschaft des Zellertales, die erst im vergangenen Jahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, besichtigen und betreten: den Arnbrucker „Skywalk“ nämlich. Eine zutreffende Bezeichnung zwar, aber besser beschrieben als Arnbrucker Aussichtsplattform, die dem Besucher hoch über dem Zellertal einen einmaligen Ausblick auf das gesamte, sich fast 20 Kilometer erstreckende Zellertal und auf die umliegenden Berge gewährt. Der Wanderer-Sepp erklärte die näheren und weiter entfernteren Berge und bemerkte außerdem, dass an klaren Tagen von hier aus oft genug die gesamte Alpenkette zu sehen sei, weshalb er diesen Aussichtspunkt auch so schätze. Als urständiger Bewohner des Zellertals beharrte er beständig auf der Bezeichnung Aussichtsplattform, ließ er die Wanderer wissen, konnte sich dann aber letztlich zum Wohle der Touristen gegen die „Obrigkeit“ nicht gegen die jetzt benutzte neudeutsche Bezeichnung „Skywalk“ durchsetzen.
Weiter führte der Weg dann von hier aus in gut einstündiger Gehzeit auf den Gipfel des besagten Mühlriegels, von dem aus sich wiederum eine beeindruckende Sicht auf den Bayerwald eröffnete. Dem begleitenden Sepp merkte man die Freude an der Bewegung in „seinen“ Bergen und das breit gefächerte Wissen um die Vorgänge in der Natur, die Entstehung der Gebirge, das Wissen um die Erdgeschichte und die gesamte umgebende Flora und Fauna an. Was Wunder auch, hat er sich dieses Wissen doch in mehr als 20 Jahren als ehrenamtlicher Wander- und Naturführer mit mehreren staatlichen Prüfungen erworben. Neben dem optimalen Wanderwetter, der gerade jetzt übersprudelnden Natur und dem unterhaltsamen und informativen Begleiter wird dieser Tag den Teilnehmern auch wegen der dann folgenden guten Bewirtung im Cafe „Waldhaus“ noch lange in Erinnerung bleiben.
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